Forschungsstandorte in der Schweiz
Forschungsstandort Schweiz
An der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) und Lausanne (EPFL) arbeiten zahlreiche ausländische Forscher und Dozente. An beiden Orten beträgt ihr Anteil über 50 Prozent. EPFL gehört mit seinen Studenten aus 107 Nationen (im Jahr 2007) zu den internationalsten Universitäten der Welt.
Internationale Forschungs-Standorte
In der Schweiz gibt es auch zwei europäische Forschungszentren. Dies sind CERN in Genf und IBM in Rüschlikon.
CERN
Die Europäische Organisation für Kernforschung hat ihren Sitz in der Nähe von Genf, wobei ein Teil der Anlage bis auf französisches Gebiet reicht. Sie wurde 1954 als europäisches Gemeinschaftsunternehmen gegründet und hat heute 20 Mitgliedstaaten.
Die Wissenschaftler können dort die Elementarteilchen studieren, aus welchen alles im Universum besteht. In riesigen kreisförmigen Tunneln unter der Erde werden die Teilchen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zur Kollision gebracht.
IBM, Rüschlikon
Das europäische Labor der high-tech Gesellschaft IBM steht in Rüschlikon bei Zürich. IBM hat in der Schweiz ein Forschungslabor seit 1956. Das Personal kommt aus verschiedenen europäischen Ländern. Es gehört zur internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und nimmt an Konferenzen teil, arbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit Universitäten und industriellen Partnern.
In den Anlagen von CERN werden auch ständig Wissenschaftler und Studenten empfangen. Zwei der Schweizer Nobel-Preisträger in Physik – Heinrich Rohrer (1986) und Alexander Müller (1987) – gewannen den begehrten Preis für ihre Arbeit in Rüschlikon, in beiden Fällen zusammen mit ihren Kollegen aus Deutschland.
Nationale Forschungsinstitutionen
Das Paul Scherrer Institut (PSI) im Kanton Aargau ist eine der führendsten Forschungsanstalten Europas. Wissenschaftler aus der ganzen suchen Zugang zu Einrichtungen wie der «Swiss Light Source» (Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS) und der «Spallation Neutron Source» (Spallationsneutronenquelle SINQ).
Die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (EMPA)
Die EMPA, eine Materialforschungs- und Technologieinstitution, gehört zum ETH-Bereich und ist als solche ein wichtiges Element des Bildungs-, Forschungs- und Innovationsstandorts Schweiz. Auf die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung spezialisiert, erbringt die EMPA hochwertige Dienstleistungen auf dem Gebiet der nachhaltigen Materialwissenschaft und Technologie. Zu ihren Kernaufgaben gehören die innovative Zusammenarbeit mit Unternehmen und politischen Institutionen, die Förderung der Sicherheit von Mensch und Umwelt, die Verbreitung von Wissen und die Lehre auf Hochschulebene.
Das Centre Suisse d’Electronique et Microtechnique (CSEM)
Das Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie ist ein privates Unternehmen, das in den letzten Jahren zu einem wichtigen Bindeglied zwischen der Hochschulforschung und der industriellen Anwendung von neuen Technologien geworden. Es ist in vielen nationalen Forschungsprogrammen zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie prominent vertreten. Das CSEM ist hauptsächlich in den Bereichen Mikrotechnologie, Mikroelektronik und Informationssysteme tätig.
Das Istituto Dalle Molle di Studi sull’Intelligenza Artificiale (IDSIA)
Das IDSIA ist ein nicht gewinnorientiertes Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz, das sowohl der Universität Lugano als auch der Hochschule Scuola Universitaria Professionale (SUPSI) angeschlossen ist. Seine Tätigkeit konzentriert sich auf die Bereiche maschinelles Lernen (künstliche neuronale Netzwerke, Reinforcement Learning), universelle künstliche Intelligenz und optimale rationale Agenten, Operations Research, Komplexitätstheorie und Robotik. Das IDSIA befindet sich in Lugano, der am gleichnamigen See gelegenen Stadt im italienischsprachigen Kanton Tessin.
Die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG)
Die EAWAG ist ein national verankertes und international vernetztes Wasserforschungsinstitut. Sie setzt sich ein für einen ökologisch, wirtschaftlich und sozial verantwortungsvollen Umgang mit der weltweit immer stärker unter Druck stehenden Ressource Wasser und den Gewässern. Aktiv in Forschung, Lehre und Beratung, arbeitet die EAWAG an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. (swissworld.org/myscience.ch)
Das Schweizer Portal für Forschung und Innovation
Dieses Portal bietet eine Übersicht über Forschungsgebiete, Jobangebote, Finanzierungsmöglichkeiten, Hochschulen und andere wissenschaftliche Institutionen in der Schweiz. myScience.ch stellt auch praktische Informationen über Mobilität sowie Arbeits- und Lebensbedingungen in der Schweiz zur Verfügung mit Hinweisen zu Immigration, Versicherungen und Steuern. myScience.ch richtet sich in erster Linie an Forschende und Studierende sowie an alle an Wissenschaft interessierte Personen in der Schweiz und im Ausland. myScience.ch ist seit Mai 2007 online und wird von Scimetrica unterstützt. www.myscience.ch
Forschung 
