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Der Schweizer Design-Exportschlager

Kultur
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Zu Stars des Schweizer Designs gehören nicht nur Möbel wie die Corbusier-Liege oder der Landi-Stuhl, sondern auch Schriftsätze. Unter anderem die Helvetica, die im Jahr 2007 50 Jahre alt wurde.
Die Helvetica gilt als Ikone des Schweizer Designs aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Wie kaum eine andere Schrift prägt sie das urbane Umfeld bis heute.

Die Helvetica ist klar und einfach, was ihren Siegeszug um die Welt mit erklären dürfte. Ob in der Werbung, auf Speisekarten, bei der Strassen- oder Bahnbeschilderung - von Zürich über Mailand, London, Berlin, Tokio, New York - auf Schritt und Tritt begegnet man dem Schriftsatz Helvetica.
 
Vor allem in den 1970er-Jahren war die Helvetica ein Star der Corporate Identity von Unternehmen. So griffen unter anderem die Migros und die Schweizerischen Bundesbahnen für ihren öffentlichen Auftritt zur Helvetica.
 
Schweizer Design mit Weltruf
 
Dass die 1957 von Max Miedinger entworfene Schrift so erfolgreich wurde, hat auch damit zu tun, dass Schweizer Design in den 1960er- und 70er-Jahren weltweit einen sehr guten Ruf genoss.
 
Schweizer Design galt als Synonym für hervorragende, klare und funktionale Gestaltung. Berühmtheit erlangten neben der Helvetica zwei weitere Schriften, die Univers und die Frutiger.
 
Vor wenigen Jahren setzte der Schweizer Kunstbuch-Verleger Lars Müller der Helvetica ein Denkmal. «Ich singe das Loblied auf die Helvetica und ihren vergessenen Gestalter...», beginnt die Einleitung zum Buch über die Design-Ikone.
 
Die Schrift kam als Haas-Grotesk auf den Markt. 1960 wurde sie dann umgetauft in Helvetica.1983 überarbeitete die deutsche Schriftgiesserei D. Stempel die historisch gewachsenen Helvetica zur «Neuen Helvetica». Von der Helvetica «abgekupfert» ist die Arial, die Schrift, die auf Millionen von Computern weltweit zu finden ist, die mit Microsoft-Systemen arbeiten. Die Unterschiede im Schriftbild sind minim, meist können sie nur Experten ausmachen.(swissinfo, 26. März 2007)

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